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Metaphysik Philosophie

Determinismus und Freiheit


Unter „Schriftenstelle ich eine Arbeitsmappe zum Thema „Determinismus und Freiheit“ zur Verfügung. Sie ist in einem philosophischen Seminar im WS 2019 / 2020 an der WWU Münster entstanden. Gegenstand ist Luis de Molinas Disputatio 52 „Concordia“, eine Abhandlung über das Freiheitsproblem aus spätscholastischer oder schon früh – neuzeitlicher Sicht. Diese Schrift begründet den „Molinismus“. Der Molina – Text selbst ist zusammen mit Übersetzung und ausführlichem Kommentar als Buch erhältlich.

Molinas komplexe Denkstruktur ist nicht nur historisch oder theologisch interessant, sondern auch fruchtbar für eine heutige Metaphysik der Freiheit. Die Grundfrage des Verhältnisses eines Determinismus, welcher Art auch immer, und der Freiheit des menschlichen Willens und Entscheidens wird von Molina methodisch sehr exakt im Rahmen der Begrifflichkeit und Logik spätmittelalterlicher Scholastik durchgearbeitet. Sein Lösungsvorschlag ist originell und leitet direkt über in die neuzeitliche Metaphysik. Die Herausgeber des Textes der „Concordia“, der zentrale Text für die Theorie des „mittleren Wissens“ führen in ihrem ausführlichen Kommentar die Diskussion um Molina auf dem Hintergrund aktueller analytischer und modallogischer Modelle. Dass dies gelingen kann, zeigt die Aktualität des molinistischen Denkens für eine theistische, ‚neoscholastische‘ Metaphysik. Darüber hinaus könnte Molina aber noch ein Stück weiter „übersetzt“ werden, um seine Denkstruktur für eine nicht-theistische Theoriebildung zu nutzen, – was noch aussteht.

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